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Stand Dezember 2017: Die Weichen sind gestellt ... Die Telekom nimmt den Bau der Betonmasten am Hochbehälter Zeil und am alten Steinbruch in Angriff...

 

Auf der Gemeinderatssitzung am 23.11.17 wurde beschlossen ein gemeindeeigenes Grundstück an die Telekom-Tochter DT Technik zu verpachten. 

Es ergibt sich ein Abstand zur nächsten Wohnbebauung in der Breslauer Straße von ca. 350m.

In unserer Fotomontage haben wir den Bau des Sendemasten schon vorweg genommen (36m, Betonmast):

Fotomontage Sendemast Zeil - 36mFotomontage Sendemast Zeil - 36m

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geplanter Standort am alten Steinbruch:

Auf der Gemeinderatssitzung am 25.06.15 wurde beschlossen ein Gemeindegrundstück auf dem Gelände des ehemaligen Steinbruchs Janus an die Telekom zu verpachten.

Die Höhe wird wahrscheinlich 30m betragen. Über die geplante Bestückung ist uns nichts bekannt.

Es ergeben sich Abstände von ca. 600m zum Neuhof und 400m zur Kalkwerkstraße. Die wahrscheinliche Position haben wir in dieser Karte eingetragen:

Mobilfunkstandorte KirchbergMobilfunkstandorte Kirchberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle Karte: www.openstreetmap.org

 


 

Stellungnahme der BI Mobilfunk-Kirchberg zur geplanten Errichtung weiterer Sendemasten (03.12.17)

 
 

Der Gemeinderat hat am 23.11. dem Bau von 2 Sendemasten und den entsprechenden Pachtverträgen zugestimmt. Der Handlungsspielraum bzgl. der Genehmigung ist für den Gemeinderat in dieser Situation eingeschränkt, da die Sendemasten im Außenbereich ohnehin privilegiert sind. Unserer Meinung nach hätte der Gemeinderat aber seine Möglichkeiten über Pachtvertrag besser nutzen müssen. Denn auf dem Masten am Hochbehälter Zeil sollen die Antennen weiterer Anbieter in mehreren Etagen installiert werden. Die Bauhöhe steigt deshalb auf 36m. Wenigstens ist die Laufzeit des Vertrags auf 15 Jahre beschränkt, kann aber anschließend verlängert werden.

Mehr Antennen bedeutet mehr Strahlung. Das hätte über den Pachtvertrag verhindert werden können, denn ursprünglich war der Sendemast nur mit 30m geplant und auch so wirtschaftlich. Mit der Erweiterung lohnt es sich jetzt für den künftigen Mastbesitzer doppelt. Dass die weiteren Anbieter eine eigene Infrastruktur errichten ist angesichts der bisher schleppenden Vorgehensweise unwahrscheinlich.

Angeblich braucht Kirchberg 2 Masten, um Funklöcher im Murrtal zu stopfen. Dabei gibt es für GSM im Telekom-Netz nach deren eigenen Angaben zufolge im gesamten Gemeindegebiet nicht ein einziges Funkloch. Dank dem Anschluss ans Glasfasernetz der Telekom vor 2 Jahren hat man auch im Murrtal flächendeckend schnelles Internet. Manche im Tal werden sich nur über eine fehlende schnelle Datenverbindung per Mobilfunk beklagen, weil sie dort Ihre - sorry, aber so ist es - Onlinesucht nicht befriedigt bekommen. Wirtschaftlich ist die mangelnde LTE-Abdeckung im Tal nur für die Mobilfunkanbieter relevant, da die ortsansässigen Unternehmen aufgrund der besseren Verbindungssicherheit auf Festnetz setzen werden. Aber wenn es den Mobilfunkanbietern nur um schnelles mobiles Internet im Tal gegangen wäre, hätte auch nur der Mast am alten Steinbruch mit einer Antenne geringer Sendeleistung ausgereicht. Das hatte ein von der Gemeinde beauftragtes und vom TÜV-Süd erstelltes Mobilfunk-Gutachten gezeigt. In Wirklichkeit geht es den Mobilfunk-Verantwortlichen aber um die LTE-Abdeckung der gesamten Gegend und da bietet sich Kirchberg aufgrund der geografischen Lage an. Zudem lässt sich vom Ort aus ohne großen Aufwand eine Versorgungsleitung legen. Das hat der Gemeinderat jetzt auf dem Silbertablett serviert. Dass diese Einschätzung richtig ist, wird man künftig an der Ausrüstung der Sendemasten sehen. Wir erwarten ringsum die Masten leistungsstarke Sender die auch nach Kirchberg und drüber hinweg senden werden.

In Summe sind wir über die Diskussion im Gemeinderat und das Abstimmungsverhalten enttäuscht. Wir danken aber denjenigen Gemeinderatsmitgliedern, die sich vorab informiert haben und nicht den oberflächlichen Infrastruktur-Argumenten gefolgt sind.

Da wir in Zukunft also mit weiteren Sendemasten zu rechnen haben, werden wir verstärkt über Möglichkeiten zur Abschirmung informieren.

Zudem erkennen wir, dass Mobilfunk, W-LAN, DECT, Bluetooth eine sehr starke Verbreitung in der Bevölkerung haben. Viele setzen sich durch deren unbedarften Einsatz viel stärkerer Strahlung aus als durch den dauerhaft sendenden Mobilfunkmast. Dabei schätzt die WHO elektromagnetische Strahlung als möglicherweise krebserregend ein und das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt weiterhin Vorsorgemaßnahmen, um intensive Bestrahlung zu vermeiden (siehe hier). Da diese Maßnahmen den wenigsten bekannt sind, sehen wir unsere Aufgabe weiterhin darin über diese Vorsorgemaßnahmen zu informieren.